Hilfe! Es ist Winterszeit!

Kaum schneits, heißt es in Deutschland: Rien ne va plus. Das Ergebnis von jahrzehntelanger Verblödung, die mit einem Spiegel-Titel begann, der den Kölner Dom 1970 unter Wasser zeigte (wegen Klimawandel!) und der in der ebenfalls vom Spiegel verbreiteten Aussage, es gebe nie wieder Schnee (Hamburger „Experte“ anno 2000!) ihren nächsten Höhepunkt fand.

Seither wurden in den „demokratischen Parteien“ Vernunft, Bildung und Organisationstalent ausgetauscht gegen Hysterie, Dreistigkeit und Unfähigkeit, bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir heute stehen. Unsere politische „Elite“ kann nicht mit Geld umgehen, sie ist kopflos bei Krisen. Sie ist historisch ungebildet und daher außenpolitisch unfähig. Sie lässt sich von falschen Experten, Aktivisten und Terroristen an der Nase herumführen.

Jeder Polarfuchs hat mehr Instinkt. Nun wurden die Berliner Turteltauben Wegner und Günther-Wünsch beim Tennisspiel gesehen, während der noch Regierende Bürgermeister sich nach eigenen Angaben „im wahrsten Sinne zu Hause in seinem Büro eingeschlossen“ haben will, um die Stromausfallkrise zu meistern. Wir erinnern uns: die grüne Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Anne Spiegel, ist in der Ahrtal-Katastrophe gleich in den Urlaub gefahren. Einer wie alle, alle wie eine.

Nun ist sich das Volk durchaus einig, dass die Eliten nicht viel taugen, aber im Detail kann man dann doch nur mit dem Kopf schütteln. Eine Mehrheit der Rot und Grün-Wähler sehen die gegenwärtige Zuwanderungssteuerung als „sehr gut oder „gut“ an – damit ist ja wohl alles über die Zuwanderungssteuerung gesagt. Die vielen Millionen Migranten haben sich jedenfalls gut eingelebt. Von inzwischen gemeldeten 1 Million Langzeitarbeitslosen haben schon ein Drittel keinen deutschen Pass, obwohl der verteilt wird wie Kamelle auf dem Karnevalszug.

Immerhin dämmert es 40 Prozent, dass „die Ukraine kein vertrauenswürdiger Partner“ ist, obschon (oder weil?) der Selenskyj fast täglich mit dem Friedrich kuschelt. Nur beim Thema Trump funktioniert die Medien-Pädagogik noch. 72 Prozent finden den Donald ganz schrecklich, seit er den Maduro aus dem Bett holte.

Die Presse könnte sich vorstellen, dass die NATO gegen die USA kämpfen muss, wenn Donald es mit der Annexion Grönlands ernst meinen sollte. Weil doch Dänemark NATO-Mitglied sei und den Beistandsartikel 5 ausrufen könnte. Das soll ein als „Geheim“ eingestuftes Schreiben des Oberkommandos von Ende November 2025 zeigen. Träumt weiter. Für das Ziehen von Artikel 5 braucht es die Einstimmigkeit. Außerdem ist zwar Dänemark NATO-Mitglied, die Kolonialprovinz Grönland jedoch nicht.

Ist es ein erstes Zeichen der Hoffnung, dass die Spezialdemokraten nur noch auf 13 Prozent kommen (schlechtester Umfragewert seit 6 Jahren), oder lediglich die übliche Ungenauigkeit bei den Prognosen?

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5 Gedanken zu „Hilfe! Es ist Winterszeit!“

  1. Gratulation, Herr Paetow, Ihre Zustandsbeschreibung der heutigen „demokratischen Parteien“ trifft es perfekt. Und da dies mit dem Niveau des deutschen Durchschnittswählers korreliert, wird sich auch so schnell nichts ändern, leider.

  2. Es ist eindeutig ein Zeichen der Hoffnung, dass die Spezialdemokraten nur noch auf 13% kommen und nicht nur die Fehlerbreite der Umfrage. Die Erfahrung lehrt, dass diese statistischen Abweichungen in aller Breite ausgenutzt werden, um das Umfrageergebnis etwas aufzuhübschen im Sinne von „Unserer Demokratie“ verteidigen. Nicht, dass da noch wer auf die Idee kommt, dass man es jenen gleich tun könnte, die einfach nicht mehr so wählen wollen, wie sie sollen. Da haben die Umfrage-Institute eine große gesellschaftliche Verantwortung, der sie bislang auch gerecht werden.

    Ein Wort noch zu dem Grönland-Zirkus: Es beleidigt unsere Intelligenz, dass der Ami angeblich dort einmarschieren wolle, um den Eisklotz zu usurpieren. Natürlich tun die das nicht, die wissen doch wie man sowas macht: man kauft das Ding wie damals Alaska. Die Dänen verkaufen natürlich nicht. Das dürfen die auch gar nicht, denn dann wird Merz sehr, sehr böse und die Tagesschau auch. Nein, das Angebot geht an die Grönländer persönlich und die haben keinen Grund, sich nicht selbst zu verkaufen. Kommt Kohle ins Säckel und eine Green Card obendrauf.
    Die Dänen, Merz und die Tagesschau werden mit den Zähnen knirschen, allein es wird nichts nützen. In unserem hochmoralischen Europa kann man nicht wirklich dagegen argumentieren, wenn Kolonisierte gelegentlich ihren Kolonialherrn austauschen. Alles andere wäre ja Kolonialismus und den mögen wir nicht mehr.
    Vielleicht können die Dänen im Nachgang noch eine kleine Entschädigung bei den Amis einfordern, hatten sie doch ähnlich Pech mit ihren Kolonien wie die Deutschen. Für beide war das kein guter Deal sondern ein Fass ohne Boden. Engländer und Franzosen und ehedem schon Spanier, Portugiesen und Holländer waren da erfolgreicher. Auch bei Belgien hätte man lernen können, wie man erfolgreich ausbeutet. Jetzt ist es zu spät.
    Derweilen wird der Donald ordentlich CO2 produzieren, damit der Klimawandel endlich das unnütze grönländische Eis abschmilzt und der Return on Invest gesichert wird.

  3. 8. Januar 2026 um 21:22 Uhr
    2026 Alarm , morgen geht die Welt unter! Der Deutsche Wetterdienst warnt. Schnee und Glatteis, bleiben sie zu Haus. Die Kinder haben Schulfrei, Hurra. Zehn Zentimeter Neuschnee, um Gottes Willen, Gefahr im Verzug. Zu meiner Schulzeit vor über 60 Jahren, da waren solche Winter völlig normal. In meinem Harz Dorf, in einen langen Tal sowieso. Da konnte Schnee dick auf Strasse und Gehweg liegen, egal um 08:00 fing die Schule an. Wir mussten zT 2 und mehr Kilometer zu Fuß zur Schule. War alles kein Problem, unsere Eltern waren keine Helikopter Eltern. Das waren die Beinharten Nachkriegseltern.

    1. Ging mir im Vogtland genauso. Auch ca.2 km Fußweg. Wegen Schnee oder Eis nicht zur Schule war undenkbar. Mein Gott, was ist bloß mit den Leuten geworden. Es hat auch auf der Arbeit niemand gefragt ob es glatt ist. Man hatte zu erscheinen und man erschien.

  4. Herr Wegner erinnerte mich mit seiner Aussage, er habe aus seinem verschlossenen Arbeitszimmer heraus den Katastropheneinsatz koordiniert ,an den Kapitän Schettino des havarierten Costa-Kreuzfahrtschiffs, der sich als einer der ersten von Bord rettete um dann zu behaupten, die Rettung der Passagiere besser von Land aus leiten zu können. Herr Schettino ist kein Politiker. Er wurde wegen unterlassener Hilfeleistung und fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren Haft verurteilt. Für Herrn Wegner dagegen gilt der Tucholsky-Satz: „ Liebe Frau, lassen Sie Ihren Sohn Beamten werden. Da trägt er zwar Verantwortung, hat aber keine.“

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