- Fasching
In dieser Woche konnten die Deutschen der Presse entnehmen, dass auch ein Armin Laschet sein Geld zusammenhalten muss und nur noch 18 Euro für einen Haarschnitt bezahlt, und dass Markus Söder im Fasching diesmal nicht als König oder Kanzler, sondern eher urwüchsig als eine Mischung aus Waldschrat, Rübezahl und Hofreiter geht.
BLACK BOX BÜCHER
- Politisches Einmaleins
Rechtsextreme Straftaten explodieren, muss der naive Pressekonsument vernehmen, mehr als 84.000 politische Verbrechen hat BKA-Chef Münch zusammengezählt. Etwa jede zweite dieser Taten ordnete die Polizei dem rechten Spektrum zu, schreibt das Handelsblatt.
- Was macht die Regierung?
Theoretisch haben wir eine neue Regierung, aber praktisch merkt man nix. Die SPDler fordern, wie gehabt, dieses und jenes, die Unionisten haben anscheinend nur ein Herzensanliegen: Selenskyjs Ukraine.
- Alles so schön bunt hier
Abstimmungen beim ESC sind so merkwürdig wie Wahlen in Rumänien. Als Mann, der auch selbst häufiger zur Gitarre gegriffen hat, erlauben Sie folgende Klarstellung, verehrte Leser:
- Die Welt um 8
„Wir sind zufrieden", sagten die russischen Unterhändler nach einem Eineinhalbstundenplausch mit Selenskyjs Mannen in der Türkei, aber „die europäischen Regierungschefs“ (eigentlich nur vier) waren es nicht.
- Volle Hosen, leere Taschen
Weil Schwarze, Grüne und Rote die Wirtschaft nach Kräften abgewürgt und die Sozialausgaben aufgebläht haben, fehlen Bund, Ländern und Kommunen 81 Milliarden in den nächsten drei Jahren. Gut, dass rechtzeitig ein grenzenloses Sondervermögen beschlossen wurde.
- Merz verspricht
Für die Jubelperser bei Bild ist unser Fritz schon ein kleiner Donald. Er wolle Deutschland „stärker, wohlhabender, sicherer“ machen, so Fritz auf der Bühne im Bundestag, und die deutsche Außenpolitik solle sich „vor allem von unseren Interessen“ leiten lassen.
- SPD stellt sich neu auf
Neue SPD-Chefin soll Bärbel Bas aus Duisburg-Walsum werden. Für sie spricht, dass sie stets gearbeitet hat, bis es in den Bundestag ging. Sie war Krankenkassen-Sachbearbeiterin, und hat sogar schweißen gelernt, womit sie in der Arbeiterpartei fast so eine Art Einhorn ist.
- Heute russische Eier
Unser Fritz und Kokain? Ausgeschlossen! Da legen wir die Hand ins Feuer! Sicher, er hatte seine wilde Zeit in Brilon im Sauerland, als seine Freunde „Bier, Schnaps und die Doors“ hießen, und er auf einem „wüsten Fest“ seine Frau kennenlernte.
- Unseren täglichen Blödsinn gib uns heute
Was sagt Ihr Thermometer? 13 Grad, gefühlt wie 10? Oder leiden Sie unter der Hitze, wie die Redaktionarios des Münchner Merkur? Es gehören immer zwei dazu, um Unsinn in die Welt zu setzen: Ein Experte, und einer, der ihn druckt. Guckstu: „Hitzewelle rauscht über Deutschland…“
- Darauf ein Augustiner!
Der Vatikan lässt jetzt mit mal die Jugend ran. Der neue Papst Leo XIV ist gerade mal 69 und hörte vorher auf den Namen Robert Francis Prevost, geboren in Chicago, Illinois.
- Dienstag, 6. Mai
Ein bisschen fühlt es sich, wie vor 80 Jahren, auch nach der Merzwahl nicht nach dem Tag der Befreiung, sondern nach dem der Kapitulation an.
- Geschichte wird gemacht. Es geht voran
Kurz hatte Chef Olaf Angst, dass er doch noch im Amt bleiben muss, aber dann, nach dem zweiten Wahlgang, gratulierte er seinem Nachfolger erleichtert und aus tiefstem Herzen, bevor der noch die Wahl angenommen hatte.
- Der Tag davor
Das Wetter spielte zwar nicht mit (nasskalt, Regen), dafür aber Forsa-Chef Güllner, SPD. „Union und SPD legen zu – AfD büßt an Zustimmung ein“ meldete der Genosse pünktlich zu Vorstellung der designierten Merz-Regierung.
- Unser Geheimdienst bei der Arbeit
Tino Chrupalla ist ein tapferer Mann. Und so setzt sich der AfD-Chef heute Abend 20.15 Uhr (ARD-„Brennpunkt“) in ein Studio des gesichert nicht objektiven Staatsfunks, um mit der gesichert linksverdrehten Faeser (SPD) über das Schicksal seiner Partei zu verhandeln.
- SPD sagt: Ja, ich will
Nachdem immerhin knapp die Hälfte der Spezialdemokraten nach zehn Tagen in der Lage war, in diesem Internet über die künftige Koalition abzustimmen, steht der Regierung des digitalen Aufbruchs nichts mehr im Wege.





