Schöne neue Freunde

Salafisten-Führer Abu Mohammed al-Dscholani hat sich einen Anzug angezogen und ist in seiner Eigenschaft als syrischer Staatschef Ahmed al-Schara nach Berlin gereist, um Geld für seinen heiligen Krieg… ne, warten Sie, für den Wiederaufbau Syriens abzuholen. Tausende Glaubensbrüder bereiteten ihm einen stürmischen Empfang, selbst im Sitzungssaal des Ritz-Carlton wollten die Heil-Rufe kein Ende nehmen.

Was, zum Teufel, sind nun wieder Salafisten? Der Deutsche musste ja inzwischen den Unterschied zwischen Sunniten (Türken; gut), Alawiten (Assad; böse) und Schiiten (Iran; superböse) lernen, nun gilt es auch, den Salafisten einzuordnen. Schließlich bilden Salafisten die größte und am schnellsten wachsende islamistische Strömung in Deutschland, mit rund 11.000 Anhängern laut Verfassungsschutz (aber was weiß der schon?). Jedenfalls wollen die Salafisten einen Scharia-Gottesstaat, natürlich auch in Deutschland, denn, seien wir ehrlich, Demokratie und „moderne Gesetze“ werden eindeutig überschätzt.

Pflichtschuldig erwähnte unsere Plapper-Presse anlässlich des Staatsbesuchs die Menschenrechte (fehlen da, wo der Salafist regiert), betonte hingegen „unsere“ Interessen in Syrien. Weshalb etwa die Welt titelte: „Bundeskanzler Merz strebt Rückkehr von 80 Prozent der Syrer in ihre Heimat an.“ Was der so alles anstrebt, der Fritz.

Zum Beispiel höhere Steuern. Etwa auf Tabak und Alkohol, dazu neue auf CocaCola (sprich: zuckergesüßte Erfrischungsgetränke). Sollten Raucher, Trinker und Zuckerfreunde, die nicht unter dem berühmten deutschen Schuldkomplex leiden, erfolgreich opponieren, müssen die Krankenkassenbeiträge für alle, die noch arbeiten, erhöht werden. Schließlich müssen jedes Jahr 200.000 Neubürger versichert werden. Wobei: die Beiträge könnten in jedem Fall steigen, es ist ja immer gut, etwas auf der Seite zu haben.

Dem Vordenker der SPD, Fratzscher, ist angesichts der steigenden Zahl von Leistungsträgern, die das Land verlassen, aufgefallen, dass Immobilien, wie der Name schon sagt, nicht weglaufen können. Da könnten die Genossen doch einfach den Wertzuwachs von Wohnungen und Häusern besteuern. Genial.

Natürlich wird auch die Union den Preis für die schwarzroten Raubzüge zahlen müssen. Da hilft auch nicht die öffentlich geäußerte Besorgnis, SPD-Pistorius sei dabei, Schulden-Milliarden wahllos und teils unkontrolliert zu verprassen, weil der Genosse keinen Plan habe. Die woken Unionistas haben eben die berühmte Strauß-Metapher vom Hund, der die Wurst bewacht, vergessen.

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6 Gedanken zu „Schöne neue Freunde“

  1. Das kommende Kalifat ist schon aus demographischen Gründen nicht mehr aufzuhalten. Kleiner Trost: Demonstrationen gegen“ patriarchale Gewalt „ von tausenden kreischenden Frauen wie aktuell in Hamburg, Berlin und München wird man dann in der Zukunft nicht mehr sehen. Besorgte Männer sollten „ Unterwerfung „ von Michel Houellebecq lesen-wer als Mann konvertiert, hat doch nur Vorteile. Und wer zählt schon, ob fünfmal täglich gebetet wird. Alkohol muss man dann eben heimlich trinken. Wem das nicht gefällt, der wandert in Länder aus, wo der Moslemanteil an der Bevölkerung nur zwischen null und ein Prozent liegt…

  2. Mit einer Immobilie für’s Alter vorzusorgen,
    ist sowas von gestern, taugt nicht für’s morgen …

    … zwar waren Immobilien schon immer Fässer mit löchrigen Böden, aber wer es klug anstellte, konnte sich damit eine Altersvorsorge schaffen.
    Heute, wo schon wieder über einen „Lastenausgleich“ spekuliert wird, der Staat vorschreiben will, wie geheizt werden darf und den Hausbesitzern noch weitere Unzumutbarkeiten aufgedrückt werden, ist so ein Häuschen mehr Bürde als Freude. Trotzdem sollte man es sich nicht nehmen lassen …

    … Gute Nacht!

    Mehr von Kater Moritz –
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    https://www.katermoritzspricht.de

  3. Das mit dem Kalifat sehe ich auch nicht so kritisch: Man darf kein Schweinefleisch essen und keinen Alkohol trinken, dafür vier Frauen haben – das ist doch ein fairer Deal.

    Dass Fritzchen aus dem Sauerland die Rückkehr von „80% der Syrer“ anstrebt, ist ein Ziel, das zu erreichen ist. Während in Deutschland für alles Statistiken angelegt werden, wurde nie erfasst, wie viele Asylbewerber ohne Papiere nach Deutschland kamen. Nach einer Schätzung des BAMF vom März 2017 waren es 60% der Asylbewerber. Wenn eine Bundesbehörde das sagt, kann man locker noch einmal 20% draufhauen. Syrer (echte und unechte) hatten die höchste Anerkennungsquote (2022 waren es 90%; zum Vergleich: Algerier 2,2%). Vielleicht lebt kaum ein echter Syrer in Deutschland? Und die wenigen Exemplare, die hier sind, haben vielleicht genug von Deutschland, weil in ihren Imbiss schon viermal eingebrochen wurde? Könnte also klappen, mit den 80% Rückkehrwilligen.

  4. Da will ich mich mal meinen Vorrednern anschließen: das mit dem Kalifat ist gar nicht so schlimm. Wenn schon Sozialismus, dann bitte den mit den vielen Jungfrauen im Paradies und mehreren hinieden. Und fast noch schöner: die ganzen kreischenden Weiber vom Schlage Reichinnek, Neubauer und ihren linksgrünen Schwestern werden mit ordentlich Stoff verhängt. Das dämpft die Stimmen und steigert das Wohlbefinden (unseres, nicht ihres).

  5. Herr Paetow, da geben Sie mit der Besteuerung der Immobilien den Genossen einen schönen Hinweis. Uns ist die Grundsteuer von 220 auf 850 € erhöht worden. Soll der Faktor noch größer werden? Aber, Geben ist seliger denn Nehmen. Und für die zu uns gekommenen Ärzte und Ingenieure gebe ich gern.

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