Pünktlich zur Wahl: SPD-Mann
will „deutlich mehr Zuwanderung“

Massenmigration reloaded – Jens impft für die Freiheit

Detlef Scheele hätte als gelernter Politik- und Sportlehrer sicherlich weniger Unheil anrichten können, aber seine Zusatzausbildung als Spezialdemokrat versprach denn doch schnelleres Geld. So wurde er lieber Hamburger Senator für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (deutsch: Kraut und Rüben) bei Olaf Scholz und fiel mit diesem die Treppe rauf – als Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit und Soziales.

Das ist zwar weniger erfüllend und zeitraubend als der Pädagogenberuf, aber blendend bezahlt (Gehalt geheim; mindestens eine Viertel Mio.). Außerdem kommt man regelmäßig ins Fernsehen. Nun, während fast alle zur Wahl stehenden Parteien sich lediglich in den Nuancen streiten, wie viele Afghanen sie aufnehmen wollen (mehr, noch mehr, alle), bereichert SPD-Mann Scheele die Diskussion mit seinem „dringenden Appell“ an die Bundesregierung, „deutlich mehr Zuwanderer ins Land zu holen“.

Denn „wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr“. Auf jeden Fall „deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Von der Pflege über Klimatechniker bis zu Logistikern und Akademikerinnen: Es werden überall Fachkräfte fehlen, weiß der Arbeitsagentur-Chef nach einem Blick in die Glaskugel, die auf seinem Schreibtisch steht.

Nun ist ein Zuwanderer noch lange keine Fachkraft, geschweige denn eine Akademikerin, wie selbst Mercedes-Chef Zetsche irgendwann kleinlaut erkennen musste. Der dumme Dieter hatte zunächst lauthals getönt „Genau solche Menschen suchen wir bei Mercedes“, es dann aber bei ein paar Praktikantenposten bewenden lassen, und sich schließlich in die Rente verabschiedet.

Detlef will nun nicht auch noch Äpfel mit Birnen vergleichen, sondern empfiehlt aus Äpfeln Birnen zu machen. Ganz einfach: „Ungelernte qualifizieren“ – aber vor allem „mehr Zuwanderer ins Land holen“. Das alles müsse die neue Bundesregierung „anpacken“ (Lieblingsbegriff von Olaf Scholz). Und Scheele geht dann schon mal in Rente, er ist ja schließlich 64.

Als gelerntem Spezialdemokrat sind Scheele technologische Neuerungen grundsätzlich fremd. So hat er wohl noch nie von „Industrie 4.0“ gehört, wie seine Vorhersagen beweisen. Schon 2016 hieß es beim Deutschlandfunk, „dass in Deutschland mittel- und langfristig mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze wegfallen könnte. Und dies würde nicht nur die schlecht Ausgebildeten, sondern auch die Höherqualifizierten treffen“.

Konkreter Heise 2019: 1,5 Millionen Arbeitsplätze könnten von der erwarteten Automatisierungswelle betroffen sein. Neue Jobs sollen Ausgleich schaffen. Geringqualifizierte ohne Ausbildungsabschluss sind hingegen die Verlierer. Hier werden konstant mehr Arbeitsplätze abgebaut als neue Arbeitsplätze entstehen.

Trotzdem geht die Zuwanderung munter weiter, mit und ohne Coroooona: Laut Statistischem Bundesamt betrug die Nettozuwanderung 2020 nach Deutschland 209.000, und 2021 wurden schon 100.000 Asylanträge gestellt.

 

Theater, Theater... lalala...lala

Jetzt hat sich auch SPD-Partei-Genosse Güllner (Forsa) nicht lumpen lassen und gibt dem Olaf einen Prozentpunkt mehr (auf 23%) und gläubig schreiben die Journos, die SPD ziehe an der Union vorbei.

Olafs Werk und Karls Beitrag? Oder Eskens und Nowabos? Welchen Anteil haben Heiko und Svenja? Oder dass der Kevin die Klappe hält?

 

Dann fällt dem Armin auch noch die Inzidenz in den Rücken. In Nordrhein-Westfalen mit 108,4 fast doppelt so hoch wie anderswo – Wanderwitz, interpretieren Sie: Gibt’s im Homeland plötzlich eine deutliche Zunahme an AfD-Wählern?

Wenigstens gibt der Söder heute mal a Ruah.

  

Trost spendet der fröhliche Jens. Denn künftig soll ja nicht die Inzidenz, sondern die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 entscheidend sein. Derzeit befinden sich bundesweit (80 Mio. EW geschätzt, genaue Zahlen gibt es nicht) gerade mal 850 Personen in intensivmedizinischer Behandlung, meldet das DIVI-Register, dem man leider auch nicht mehr hundertprozentig trauen kann, nachdem festgestellt wurde, dass sich immer mehr Menschen ebenda ihre eigenen Meinung bildeten. Von den Intensivbehandelten sind, wenn der Jens das nicht durcheinanderbringt, immerhin 80 Doppelgeimpfte. Einsatz mit X, das war wohl nix.

Und nun folgt die eigentliche Botschaft von Jens Spahn für Herbst und Winter: „Wir impfen Deutschland zurück in die Freiheit.“
Vielleicht haben Sie es ja vergessen, verehrte Leser, aber der Jens war allen Ernstes mal als Kanzler im Gespräch.

 

Übrigens: GEZ-Opfer Georg Thiel ist wieder frei, weil die sogenannte Erzwingungshaft nicht länger als sechs Monaten dauern darf.

 

Der Tweet des Tages:

„Ich bitte alle die meine Frage beim #Sommerinterview als unangemessen oder gar sexistisch aufgefasst haben aufrichtig um Entschuldigung.

@ABaerbock hat ihre Kinder selbst mehrfach thematisiert. Ich bin auch Mutter und bedauere deshalb sehr dass dieser Eindruck entstanden ist.“ Tina Hassel.
Hä?

Schade, wieder keine Zeit für den „Cop4U“, der mit seinem Fahrrad auf einem Hamburger Schulhof herumfuhr und von 80 Schülern verwamst wurde. Vielleicht morgen.

 

O Mann! Charlie Watts ist tot. Seit 50 Jahren höre ich dem Mann beim Trommeln zu.

 

10 comments

  1. Reinhard Westphal 24 August, 2021 at 20:45 Antworten

    Na sicher ist “ein Zuwanderer noch lange keine Fachkraft”, doch für eine solche Erkenntnis sind die Abermillionen Dumpfdödel, welche in diesem Land schon viel zu lange leben, doch völlig überfordert.

    Von daher ist die Äußerung des SPD-Mannes Scheele eine Steilvorlage für die Aktion Codewort “Macht hoch die Tür, die Tore macht weit”. Denn wenn die Dumpfdödel etwas fürchten, dann sind das schlechte Nachrichten. Und “fehlende Fachkräfte” sind schlechte Nachrichten. Also hereinspaziert, ihr 400.000 Fachkräfte!

  2. Krufi 24 August, 2021 at 20:47 Antworten

    Dass der Job als Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit und Soziales weniger erfüllend und zeitraubend ist als der Pädagogenberuf, wurde doch von seinem Vorgänger Herrn Weise bewiesen. Nur zur Erinnerung: „Im September 2015 tritt unvermittelt der damalige Präsident des BAMF Manfred Schmidt zurück – da schob das Haus schon einen Berg unbearbeiteter Anträge vor sich her, Hunderttausende kamen plötzlich hinzu. Die Bundeskanzlerin bat Frank-Jürgen Weise, den damaligen Chef der Bundesagentur für Arbeit, diese Mammutaufgabe zu lösen. Weise brachte das BAMF auf seine Art “auf Vordermann”, wie sich Müller erinnert: “Der Herr Weise hat am Bundesamt vorbei und ohne Beteiligung der Personalvertretung Personal eingestellt, das waren zum Teil Vorbestrafte, Leute ohne jeden Abschluss, das waren zum Teil die Leute, die nicht vermittelbar waren bei der BA.” Vom jetzigen BAMF-Präsidenten hört man zur Zeit wenig, vielleicht weil Herr Detlef Scheele schon in der Türe steht?? Vorschlag: BAMF und Bundesagentur für Arbeit und Soziales fusionieren.

    Der Jens bringt garantiert nichts durcheinander. Sicher ist, dass die Zahl der Krankenhausaufnahmen nicht wegen Covid-19 steigen werden, sondern wegen der schweren Nebenwirkungen der „Gentherapie“. Das kann man jetzt schon in den Leserzuschriften in den verschiedenen Blogs lesen.

    „GEZ-Opfer Georg Thiel ist wieder frei“. Schön für Herrn Thiel. Jetzt ist ja eine Zelle frei, hoffentlich werde ich nicht das nächste Opfer, da ich im Moment auch keine Gebühren zahle. Die GEZ hat mir bis heute auf Anfrage nicht mitgeteilt, wo ich die Gebühren bar einzahlen kann.

  3. Richard Kaufmann 24 August, 2021 at 22:17 Antworten

    Nun, der “diverse” Jens ist auch keine Fachkraft und hat einen gut bezahlten Posten, obwohl er nicht einmal das 1×1 beherrscht. Die Mathematik muss sich den sozialen Gegebenheiten anpassen (wie in Kanada). Davon hätten wir gerne mehr (unterste Schmerzgrenze 400.000 nach oben offen wie die Richterskala).
    Ob man unter den Zuwanderern auch Annalenas findet ist fraglich. So etwas wächst nur auf biologisch gedüngtem deutschen Boden.

  4. Ronja 24 August, 2021 at 22:46 Antworten

    Welche Fachkräfte sind denn diesmal gemeint? Fach-Kräfte können sehr wohl sehen, was in diesem Land von Fach-Arbeit gehalten wird. Daraus ergibt sich, daß wieder diese speziellen Fachkräfte zur Unterhaltsoptimierung kommen.

  5. Z. Meiler 24 August, 2021 at 23:41 Antworten

    Dass Charlie Watts gestorben ist, ist für mich wohl die schlechteste Nachricht des Tages. Sein Tod macht mich ähnlich betroffen wie der Tod von Schlagzeuger Ginger Baker (2019 ebenfalls mit 80 gestorben). Das Positive im Negativen: Früher hätte wohl kaum einer geglaubt, dass so wahnsinnig exzessiv lebende Rock-Heroen (Sex, Drugs & Rock N’ Roll) älter als 30 oder 40 Jahre werden könnten. Zumindest nicht auf der Bühne. Rock’n Roll mit 80 war schlichtweg undenkbar! Die anderen Rolling Stones (78,77,74) haben gute Aussichten, das auch noch zu schaffen. Fragt sich nur, ob als Rock-Gruppe oder als Einzelpersonen.

  6. reinerB. 25 August, 2021 at 00:20 Antworten

    Da ist man mal 4 Wochen im Urlaub, hat alle Batman Comics durch, kommt gut erholt sowie nichtsahnend zurück und alle mit dem von den angewandten Wissenschaften der Wayne Enterprises geimpften Fledermäuse inkl. der neuen Pinguine vom besetzten Paschtunen Flughafen der Gotham City Armee, bestimmen die News.
    Die angeblich demokratischen Harvey Dent Figurendarsteller mit Ihren 2 Gesichtern, sind ja über 20 Jahre mit Ihren „vor und nach der Wahl“ bekannten Thesen überführt.
    Schön zu lesen das wenigstens der fröhliche dunkle Ritter Batman und verrückte Multimillionär Jensi uns allen Trost spendet. Ich bin etwas beruhigt und warte aber auf Bane, dass hier endlich der Fusionsreaktor Strom erzeugt und Grün+Rot+Schwarz zu Blau wird. Dunkle alternative Grüße

  7. 89 erlebt Horst Schlömmer 25 August, 2021 at 09:07 Antworten

    … kommen sie her, kommen sie rein – hier wird alimentiert bis alles in die Brüche geht …
    Nur wie verträgt sich das mit
    – Klima (Fußabdruck und so …)
    – Corona (2 G – Regel oder Abstand oder Maske oder …
    – das 3/4 der letzten Syrer dauerhafte Hz4 sind
    – sind die kommenden Ortskräftigen jetzt wieder alles nur Fachleute, Raketenforscher oder gar Klima Jünger …
    Dieses Land hat fertig, fix und fertig,.

  8. Uwe Lichtermann 25 August, 2021 at 11:33 Antworten

    “deutlich mehr Zuwanderung”

    BITTE NICHT!!!

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass die SPD mit solchen Vorschlägen/Forderungen neue Wähler hinzugewinnt und alte Wähler nicht vergrault. Das wäre aus meiner Sicht ein Selbstmnord-Programm für die SPD. Aber ganz Deutschland scheint sich ja derzeit auf einem Selbstmord-Trip zu befinden. Da wundert einen schon längst nichts mehr.

  9. Dickus Biggus 25 August, 2021 at 12:45 Antworten

    Wenn man sich das Wahlgekaspere unseres Dreigestirns der versammelten Unfähigkeit anschaut, drängt sich folgendes Bild auf:
    1. Laschet will eigentlich gar nicht
    2. Der Dauergrinser aus Hamburg wäre gerne grinsender Dritter und würde Kanzler machen wenn es sich ergibt.
    3. Ausgerechnet die, die weniger als garnix kann ist am heißesten auf den Job – allmächtiger Gott steh uns bei!

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