Heute wieder Express-News

Zahlen & Fakten

Markus Söder im Knast, weil in Bayern die Luft nicht sauber ist? Da kommst du nur drauf, wenn du bei der Umwelthilfe oder der europäischen Justiz arbeitest....

Wir würden es ja durchaus begrüßen, wenn der CSU-Chef und Bayern-MP mit der Zahnbürste vor den Toren der Haftanstalt Stadelheim um Einlass bitten würde, nachdem ihn ein Gericht zur Zwangshaft verurteilt hat. Dann erfährt der Markus Söder mal am eigenen Leibe, wie wir alle über den kleinen Umweg EU geschuriegelt werden.

Die Möglichkeit von Söders Haftantritt besteht durchaus, denn der Europäische Gerichtshof (EuGH) schließt nicht aus, dass „im Kampf um saubere Luft“ auch Zwangshaft für Politiker verhängt werden kann. Im Kampf um saubere Luft! Haha. Die Details zu dem Urteil sind allerhand juristischer Hokuspokus, und am Ende darf Söder wohl bleiben, wo er will. Aber bei Verordnungen und Verboten für Ottonormalverbraucher hat der Umweg der Klimastrolche über die EU prima funktioniert.

+++ Dass bestimmte Untaten keine Strafen nach sich ziehen, beweist niemand so schön wie Ursula von der Leyen. Wo Röschen wirkt, hinterlässt sie verbrannte Erde. Nun wurde Euronen-Ursels Handy rechtzeitig gelöscht, bevor es als Beweismittel in Leyens Berateraffäre Verwendung finden konnte. Der parlamentarische Untersuchungsausschuss tobte, die CDU unterbrach, um vor der Tür die SPD an „die Koalitionsdisziplin“ zu erinnern, das alte Räuberehrenwort – ihr lasst unsere Trottel in Ruhe, wir lassen eure Trottel davonkommen.

Kleiner Zahlensalat

Immer wieder dieselben Märchen. Angeblich fehlen laut Welt „400.000 Fachkräfte“. Der Satz ist schon deshalb Unsinn, weil er nicht spezifiziert, was „Fachkräfte“ sein sollen. Bankmanager? Da werden gerade knapp 10.000 frei für neue Jobs. An anderer Stelle im Text ist davon die Rede, für „hochqualifizierte Ausländer“ sei Deutschland „nicht sonderlich attraktiv“. (Denn wer hier arbeite, müsse zu hohe Steuern und Abgaben zahlen.)

Dabei müssten wir doch längst eine Hochqualifizierten-Schwemme haben. So tönte schon 2016 Bamf-Flüchtlingsverwalter Weise (der Name ist kein Programm) in der Zeit, die alles besser weiß, dass die Flüchtlinge „besser ausgebildet sind als zunächst angenommen“. Und motiviert seien die wie die Kandidaten bei der Bohlen-Show. Das „bisher angenommen“ irritiert etwas – aber waren damit nicht die immer noch gesuchten „Fachkräfte“ gemeint?

+++ Wo wir schon bei Zahlen sind. 350.000 Illegale leben in Deutschland, lautet die „offizielle“ Zahl, die aber definitiv nicht vollständig ist, sondern wohl eher besänftigend gemeint. Andere Studien liegen zwischen 200.000 und 500.000 – aber ehrlich? Die Bundesregierung weiß überhaupt nicht, wie viele Menschen in Deutschland leben, legal oder illegal. Alles nur geschätzt, seit linke Schläger schon vor über 30 Jahren Volkszähler jagten.

 

4 comments

  1. Tobi K. 19 Dezember, 2019 at 22:06 Antworten

    Politische Untersuchungsausschüsse sind doch nur Schauspiele fürs dumme Volk. Kann sich überhaupt jemand daran erinnern, dass das Ergebnis eines solchen Ausschusses wirklich einmal schwerwiegende Konsequenzen für eine oder mehrere Personen hatte? Never ever. Die tun nur so als ob. Und Ex-Bundes-Uschi und jetzt EU-Uschi ist doch das beste Beispiel. Die wird sogar “trotz laufender Ermittlungen” noch befördert. Aber immerhin macht sich Röschen jetzt europa- und weltweit neue Feinde und andere Länder gehen nicht so gnädig mit der Unwissenden um. Mal schauen, wie lange die Frisur noch sitzt.

  2. irgendwer 20 Dezember, 2019 at 10:14 Antworten

    Wer hier illegal lebt oder gar legal ist doch völlig egal.

    Wirklich wichtig ist, dass seit 2011 alle 10 Jahre ein ausführlicher Zensus den EU-weiten Immobilienbestand und dessen Nutzung erfasst. Das kann man ja gut gebrauchen für Vermögensbesteuerung, Zwangseinweisungen und -anleihen…

    Wie viele Illegale hier leben ist dagegen nicht nur unwichtig, sondern kontraproduktiv: Solche genauen Zahlen würden nur unnötig mühevoll geschönte Statistiken verschmutzen und wären gar noch Wasser auf die Mühlen usw.

    • Luisa Nemeth 20 Dezember, 2019 at 23:07 Antworten

      Ich kann mich an den umfangreichen Fragebogen erinnern. Irgendwo ist er noch ausgedruckt in der Ablage. Ich hatte gleich so ein ungutes Gefühl und war froh, dass ich die ELW gerade wieder vermietet hatte und auch – mit Wissen des FA – zwei Büroräume in mein Haus verlegte. 2011 kann stimmen.
      Ich hatte noch miterlebt, nachdem meine Eltern ihr ausgebombtes Haus gerade wieder aufgebaut hatten, wir für ca. 5 Jahre Zwangseinweisung bekamen. Wir haben die Familie zwar gerne aufgenommen und weitere Jahre freundschaftlichen Kontakt gehalten, aber ich denke nicht, dass meine Eltern zuvor informiert wurden. Wenn ich heute diesbezüglich was sage, werde ich merkwürdig angeschaut. Insbesondere wenn es um Vorratshaltung geht.

      Merken denn nur die Zielgruppe TE/SP, dass wir täglich enteignet werden? Ruhige Weihnachtstage.

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