- Verantwortung verpflichtet
Oh. Ist es schon vorbei? Entschuldigung, wir sind eingenickt. Eine Stunde und 15 Minuten sind aber auch ein Pfund, vor allem wo Fritz nichts Interessantes aus den zurückliegenden Monaten zu berichten hatte.
BLACK BOX BÜCHER
- demonstratives Desinteresse
Die deutsche Presse lobt ihren Kanzler, weil der sich im Weißen Haus anständig benommen hat. Er hat sich bedankt für die Einladung, für die standesgemäße Unterbringung, für den Sieg über Deutschland im Zweiten Weltkrieg, und er konnte all das fehlerfrei auf Englisch vortragen.
- Fritz duzt Trump
Weil es nicht mehr anders geht, wenn er bei den Großen mitspielen will, ist Fritz Merz schließlich nach Washington aufgebrochen, um sich beim amerikanischen Präsidenten vorzustellen. Und niemand ist so aufgeregt wie Bild.
- Weiter bis zum Umfallen
Wäre Wladimir Putin Winnetou, könnte man Dmitri Medwedew als seinen Old Shatterhand bezeichnen. Der beruhigte die Seinen, die auf die Vergeltung für die jüngsten ukrainischen Angriffe warten: „Alles, was explodieren soll, wird mit Sicherheit explodieren, und diejenigen, die eliminiert werden sollen, werden verschwinden."
- Wie Hitchcocks Vögel
Es ist wieder die Stunde der Experten. Sind die Russen am Boden zerstört, nachdem ukrainische Drohnenflotten Stützpunkte ihre Nuklear-Flugzeuge im hintersten Sibirien attackierten?
- Sofortprogramm und geordnete Migration
Heute der heißeste 30. Mai seit Wetteraufzeichnungen, und morgen wird’s sogar noch schlimmer. Das entbindet uns leider nicht von der Pflicht korrekter Berichterstattung, die uns, wen wunderts, zunächst zu unserem neuen Kanzler führt.
- Selenskyj in Berlin
Wenigstens hat sich der „liebe Wolodymyr“ für seine Verhältnisse schick gemacht, als er in Berlin weitere 5 Milliarden Euro abholte, weil er ja schließlich „unsere gemeinsame Freiheit“ (Merzens beliebtes Hindukusch-Anekdote) verteidigt.
- Diesmal waren wir aber auf der richtigen Seite
Nach zwei verlorenen Kriegen fühlt sich eine selbsternannte deutsche Elite offenbar fit für einen dritten. Schade, dass die Bundeswehr noch nicht so weit ist.
- Keiner ist so fleißig wie Politik und Journaille
Deutschland arbeitet zu wenig, heißt es in Studien, und Staatsfunk-Miosga, die die ganze Woche arbeitet, um am Sonntag für eine Stunde auf Sendung zu gehen, fragte CDU-Linnemann: „Wer arbeitet denn jetzt zu wenig?“
- Es muss erst schlimmer kommen...
Clan Krieg in Essen (mit Fragezeichen), Kinder mit Messern an Schulen und in Innenstädten, „aktuell“ ein „größerer Polizeieinsatz“ (Messer) am Hamburger Hauptbahnhof. Wer nicht hören will, muss fühlen, oder wie es bei der SPD heißt: Das Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.
- Aufmarsch in Litauen
Gleich mehrere Regenschirme schützten Kriegsertüchtiger Pistorius und unseren Herrn Merz vor etwas Nieselregen in Litauen, als gebe es wie einst bei Merkel und Annekret Kramp eine Frisur zu bewahren. Vielleicht sind die Herren aber auch aus Zucker.
- Politisches Einmaleins
Rechtsextreme Straftaten explodieren, muss der naive Pressekonsument vernehmen, mehr als 84.000 politische Verbrechen hat BKA-Chef Münch zusammengezählt. Etwa jede zweite dieser Taten ordnete die Polizei dem rechten Spektrum zu, schreibt das Handelsblatt.
- Was macht die Regierung?
Theoretisch haben wir eine neue Regierung, aber praktisch merkt man nix. Die SPDler fordern, wie gehabt, dieses und jenes, die Unionisten haben anscheinend nur ein Herzensanliegen: Selenskyjs Ukraine.
- Alles so schön bunt hier
Abstimmungen beim ESC sind so merkwürdig wie Wahlen in Rumänien. Als Mann, der auch selbst häufiger zur Gitarre gegriffen hat, erlauben Sie folgende Klarstellung, verehrte Leser:
- Die Welt um 8
„Wir sind zufrieden", sagten die russischen Unterhändler nach einem Eineinhalbstundenplausch mit Selenskyjs Mannen in der Türkei, aber „die europäischen Regierungschefs“ (eigentlich nur vier) waren es nicht.
- Volle Hosen, leere Taschen
Weil Schwarze, Grüne und Rote die Wirtschaft nach Kräften abgewürgt und die Sozialausgaben aufgebläht haben, fehlen Bund, Ländern und Kommunen 81 Milliarden in den nächsten drei Jahren. Gut, dass rechtzeitig ein grenzenloses Sondervermögen beschlossen wurde.





