Das Wort zum Sonntag

Ein Afghane bringt ein Messer zur Karnevalsfeier in Grefrath (1 Toter), in einem Hamburger Krankenhaus störten „Männer“ nachhaltig den Klinikbetrieb, im Olympia-Dorf gehen die Kondome aus, und Friedrich Merz hat eine Rede gehalten.

Für Bild war die Ansprache „groß“, für die Linkspresse mindestens „bemerkenswert“, und die Zeit will sogar „eine europäische Unabhängigkeitserklärung“ vernommen haben. Aber bevor Sie sich nun aus Sorge, eine Sternstunde deutscher Politik verpasst zu haben, auf die Suche nach einer Abschrift machen, verehrte Leser, beruhigen sie sich. Fritz hat im Grunde nur gesagt, was er immer sagt, nämlich, dass bei uns., anders al in den USA, „die Freiheit des Wortes endet“, wenn jemand den Habeck als Schwachkopf bezeichnet, oder, wie er es nennt, „sich dieses Wort gegen Menschenwürde und Grundgesetz richtet“.

Ansonsten will er „neue Türen aufstoßen, neue Chancen ergreifen“ – etwa in Indien Fachkräfte anwerben und in Südamerika Steaks kaufen –, „den Wildwuchs europäischer Bürokratie beenden, und „die Bundeswehr schnellstmöglich zur stärksten konventionellen Armee Europas machen, die standhält, wenn sie muss“. Schon jetzt „stärken wir die Ostflanke der Nato. Dafür entsteht unsere Brigade in Litauen“, so der Fritz, aber das war jetzt vielleicht ein blödes Beispiel. Manche Passagen soll Fritz sogar auf Englisch vorgetragen haben, vielleicht um Hillary Clinton eine Freude zu machen, nachdem die sogar eine Bahnfahrt im ICE auf sich genommen hatte, um von Berlin nach München zu kommen.

Markus Söder, sonst durchaus ein Freund von Alleingängen und Attacken aller Art, meinte nur Europa sei „nicht annähernd in der Lage (ohne die USA zu überleben): militärisch, sicherheitspolitisch, digital oder auch ökonomisch“.

Kassenwart Klingbeil steuerte noch das SPD-Mantra „Hausaufgaben machen“ bei, mehr Beachtung in der Presse fand hingegen, dass er einer lieben Freundin einen 300.000 Euro Job verschaffte. In MeckPomm steckt SPD-Manu Schwesig knietief in Filzvorwürfen auf Kosten der Steuerzahler. An dieser Stelle müssen natürlich auch die Vorwürfe gegen die AfD, deren Spitzenpolitiker Verwandte als Mitarbeiter beschäftigen, erwähnt werden. Der entscheidende Unterschied: Die AfD hat Schwierigkeiten entsprechende Posten anderweitig zu besetzen, werden doch Kandidaten solcher Jobs von Linkspresse und Staatsorganen verfolgt und drangsaliert. Das ist der feine Unterschied zwischen Nepotismus und Notwehr.

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